Als Tierfotograf braucht man – außer viel Geduld und Gespür für die Tiere – vor allem Glück: das Glück, im richtigen Moment mit der richtigen Ausrüstung und beim richtigen Licht am richtigen Ort zu sein. Und wenn man viel Glück hat, gelingt es, das Besondere aus dem Alltäglichen zu schaffen und das Bild, das man im Kopf hatte, tatsächlich fotografisch umzusetzen.
Seit Jahren beobachte ich Wildtiere, unter anderem im urbanen Raum, um sie zu fotografieren. Diese Aufnahme entstand auf einer hoch gelegenen Acker- und Brachfläche am Rande von Kassel, die leider einem Industriegelände mit riesigen Hallen weichen musste. Die ortsansässigen Rebhühner, Hasen und Rehe verschwanden genauso wie die rastenden Zugvögel. Übrig blieb nur ein relativ zutrauliches Turmfalkenpaar, von dem mir dieses Foto gelang. Während ich ruhig am Boden verharrte, um…