Tiere sind Heiler und Retter in der Not, daran gibt es keinen Zweifel. Die ersten vierbeinigen Pflegekräfte findet man in der Antike: Der Gott Asklepios, Sohn des Apollo und Vater der Medizin, umgab sich den Mythen zufolge stets mit Schlangen und Hunden. Nach seinem Tod schleppten sich Verletzte und Kranke zu seinem Schrein, um dort zu übernachten und sich von den dort lebenden Hunden ihre Wunden lecken zu lassen, also vom heilenden Gott in Hundegestalt. Die griechischen Götter verwandelten sich ja ohnehin gerne in Tiere. Der Animismus, also der spirituelle Glaube an bestimmte Fähigkeiten von Tieren, hat die Menschheit über viele Jahrhunderte geprägt. Charakteristisch war er für jagende Gesellschaften. Die Inuit glauben bis heute, dass erlegte Tiere in der Lage sind, Vergeltung zu üben. Deswegen werden sie, ob tot oder…