Cello
Dmitri Schostakowitsch
Cellokonzerte Nr. 1 und 2
Alisa Weilerstein, Symphonieorchester des BR, Pablo Heras-Casado
Decca/Universal (CD)
Die beiden Cellokonzerte von Schostakowitsch – op. 107 von 1959 und op. 126 von 1966 – sind längst „klassisch“ kanonisiert, und an hochkarätigen Aufnahmen herrscht wahrlich kein Mangel. Die zwei Stücke ähnlich sich in ihren faszinierenden Eigentümlichkeiten (etwa in der Instrumentierung), unterscheiden sich aber recht deutlich in ihrem unterschwelligen Gefühlshaushalt. Alisa Weilerstein, einst beraten vom Widmungsträger Mstislaw Rostropowitsch, findet zu jeder Stimmung die oft harsch kontrastierenden Töne. Ob Kraft, Kratzbürstigkeit, Anmut oder Kantilene – Weilersteins Spiel ist engagiert, mitreißend, souverän. Das oft kammermusikalisch aufgelichtete Orchester (tolles Horn in op. 107!) spielt mit offensichtlich großem Verständnis für Schostakowitschs Klangfarbendramaturgie. Studio- (Nr. 1) und Live-Aufnahme (Nr. 2) profitieren gleichermaßen von der exzellenten Akustik des Münchener…
