MICHAEL KÖHLMEIER
Das Schöne
Gelesen von Michael Köhlmeier
Wenn Michael Köhlmeier spricht, wird einem warm in der Seele. Weil er immer zugewandt spricht, seine Worte sorgsam setzt, ihren Klang abschmeckt. Und gleichzeitig ist er ein Denker von zündender Wirkung. In seinen jüngsten Betrachtungen durchstreift er Musik und Literatur, immer wieder mit der Frage verbunden, was eigentlich das Schöne ist. Große Werke der Weltliteratur, wie „King Lear“, „Der Zauberberg“, „Huckleberry Finn“, stehen ihm dabei Pate, aber genauso „Das doppelte Lottchen“ oder „Der Struwwelpeter“. Er analysiert, filtert, deutet, forscht, bis er die Essenz findet, die den Anspruch dieser Werke auf ewige Gültigkeit zementiert. Das geschieht in essayistischem Stil, istoriginellundanspruchsvoll zugleich. So fragt er, was den Zauber des Augenblicks ausmacht, sinniert über die zeitgenössische Unsitte der Täter-Opfer-Umkehr und ihren Ursprung, ist harsch, wenn…
